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bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger


Schornsteinfegerinnung für den Regierungsbezirk Freiburg
Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein
Schornsteinfegerinnung für den Regierungsbezirk Freiburg
Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein
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Ausbildungsplätze

Stolz sein ein Teil unserer Gemeinschaft zu sein...

Obermeister Werner Rottler eröffnete die Innungsversammlung und begrüßte eine große Zahl der Mitgliedsbetriebe im Saal.


Ein herzlicher Willkommensgruß galt dem Präsidenten des Landesinnungsverbandes Stefan Eisele, den anwesenden Ehrenmeistern, Altmeistern, und den anwesenden Gästen. Ebenfalls sehr herzlich begrüßte er aus dem Elsass den Präsidenten der Schornsteinfegermeisterförderation Frankreich, Herrn Ralph Willig. Begrüßen konnte er auch die Obermeister der Nachbarinnungen Jürgen Braun aus Karlsruhe, Walter Baum aus Stuttgart und Andreas Feuerer aus Tübingen. Er freute sich, dass aus der Schweiz Ehrenpräsident Andreas Winter anwesend sein konnte.
 
Gedenken an die Verstorbenen
Seit der letzten Innungsversammlung mussten wir uns von unserem aktiven Mitglied Wolfgang Mittenhuber (50) und den beiden Altmeistern Stephan Oesterle (89) und Helmut Wielatt (77) verabschieden. Die Mitglieder erhoben sich zum ehrenden Gedenken von ihren Plätzen.
 
Grußworte
Herr Stefan Perschke, neuer Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes stellte sich den Mitgliedern vor. Herr Perschke ist Jurist und war unter anderem vorher bei der Handwerkskammer Ulm tätig. Seine Erfahrungen hieraus bietet er allen Anwesenden gerne an.
 
Herr Thomas Grässle vom Versorgungswerk Signal-Iduna spricht über die rasante Entwicklung unseres Alltags durch Digitalisierung. Er appelliert an die Mitglieder, sich sozial nicht zurückzuziehen und schließt den Bogen zum Versorgungswerk.
 
Ehrungen
Bei diesem Tagesordnungspunkt durfte Obermeister Rottler sich bei unserem neuen Altmeister Bernd Wassmer für die geleistete Arbeit für das Schornsteinfegerhandwerk bedanken. Kollege Bernd Wassmer ist seit dem Sommer im wohlverdienten Ruhestand. Bernd Wassmer war lange Zeit im Innungsvorstand tätig und ist und bleibt dankenderweise der Bandleader unserer Schornsteinfegerkapelle. Obermeister Rottler wünschte Ihm für die Zukunft alles Gute, Gesundheit und Wohlergehen.
 
Ganz besondere Genesungswünsche spricht Obermeister Rottler Herrn Markus Fischer aus, der gesundheitsbedingt vorzeitig in den Ruhestand treten musste und seinen Kehrbezirk zurückgegeben hat. Leider konnte Kollege Markus Fischer nicht anwesend sein.
 
Urkunden vom ZIV für das 50-jährige Meisterjubiläum konnten Franz Disch, Klaus Martin und Meinrad Kempel entgegennehmen.
 
Dann folgte die Ehrung der Mitarbeiter für langjährige Betriebszugehörigkeit:
10 Jahre ist Heiko Finus bei Robert Keller, Lothar Weiß 20 Jahre bei Hansjörg Rottler und Rainer Mei 25 Jahre bei Lothar Hecher tätig. Diese langjährigen Beschäftigungsverhältnisse in den Schornsteinfegerbetrieben sprechen für sich. Ein sehr gutes Miteinander in den Betrieben ist eine gute Basis für eine hervorragende Umsetzung unserer Dienstleistungen. Hierfür bedankte sich unser Obermeister insbesondere bei den geehrten Mitarbeitern.
 
Seit der letzten Innungsversammlung durften wir in unserer Innung drei neubestellte bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger begrüßen. Es sind dies Kollege Konrad Spilles, Nachfolger von Wolfgang Mittenhuber auf Konstanz Nr. 8, Kollege Axel Sutter, Nachfolger von Bernd Wassmer, Lörrach 17 und Kollege Andreas Wurz , der auf den Kehrbezirk von Harald Riehle, Ortenaukreis Nr. 27, bestellt wurde, der in den Regierungsbezirk Karlsruhe gewechselt war.
 
Obermeister Rottler erwähnte an dieser Stelle, dass es ihm auch persönlich sehr am Herzen liegt, dass die hoheitlichen Aufgaben umgesetzt und die Kehrbezirke besetzt werden.
 
Werner Rottler überreichte den neubestellten Kollegen einen Gutschein in Höhe von
50,00 €, zum Erwerb von Fachliteratur. Er gratulierte ganz herzlich zur Übernahme der Kehrbezirke und sprach gleichzeitig seinen Dank dafür aus, dass die jungen Kollegen den Mut haben, ein erfolgreiches System weiterzuführen.
 
Eine Veränderung innerhalb unseres Regierungsbezirkes gab es durch den vorzeitigen Ruhestand von Markus Fischer auf dem Kehrbezirk Lörrach Nr. 06. Auf diesen Bezirk wechselte Kollege Alex Riegert von Lörrach Nr. 09.
 
Den Jubilaren, die im vergangenen Berichtszeitraum einen runden Geburtstag hatten, wurde ebenfalls gratuliert.
 
Geschäftsbericht des Obermeisters
Zu Beginn berichtete Obermeister Rottler von den vielfältigen Tätigkeiten seit der letzten Innungsversammlung und den Terminen und Veranstaltungen, die er wahrgenommen und besucht hatte.
 
Der Obermeister beschreibt die vielfältigen Kontakte mit Bürgerinnern und Bürgern mit Fragen zu den hoheitlichen und nicht hoheitlichen Tätigkeiten, zu Rechnungsstellungen oder anderweitigen Anfragen.
 
Nur positiv kann er die guten Kontakte zu den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter der Landratsämter hervorheben. Auch hier kann er einige Beispiele nennen, die zu Lösungen geführt haben.
 
Bedauerlicherweise gab es Todesfälle in unserem Regierungsbezirk. Zwei Menschen sind im Zusammenhang mit dem Betrieb von Feuerstätten an CO-Vergiftungen ums Leben gekommen.
 
Verschiedene Presse- und Öffentlichkeitsauftritte mit Aufzeichnungen in Landesschau und Radio fanden aktuell in den vergangenen Tagen statt. An dieser Stelle sprach er großen Dank an seinen Stellvertreter Kollege Bruno Winterhalder aus, der den Beitrag in der Landesschau sehr gut begleitet hat. Den Radiobeitrag im SWR4 gegen das Verbrennungsverbot in Villingen-Schwenningen wurde von Obermeister Werner Rottler selbst gesprochen.
 
Es wurden Ausführungen gemacht, zum Umgang mit bestehenden Versicherungen und der Aufforderung an Signal Iduna zum Thema allumfassende Rechtsschutzversicherung.
 
An dieser Stelle weist Obermeister Werner Rottler immer wieder darauf hin, dass sich alle Kollegen bei eventuellen Schadensfällen vertrauensvoll an die Innung wenden können, hier wird ihnen in jeglicher Art Hilfestellung zugesichert.
 
Obermeister Rottler beendet seinen Bericht und bedankt sich bei seinem Vorstand, und bei allen Mitgliedern und freut sich weiterhin auf eine sehr gute Zusammenarbeit und ein vertrauensvolles Miteinander.
 
 
Geschäftsbericht des Technischen Innungswarts
In seinem Geschäftsbericht ging TIW Thomas Sunderer auf die aktuellen technischen Veränderungen und Neuerungen ein. Er machte umfangreiche Ausführungen zu Baurecht, Unfallverhütung und Sicherheitsregeln, Kehr- und Überprüfungsordnung, 1. BImSchV, Messtechnik, Erneuerbare Wärme-Gesetz Baden-Württemberg (EWärmeG), Europäische ErP-Richtlinie und ELD-Richtlinie (Ökodesign Richtlinie), Energieberatung und Förderprogramme. Weiterhin berichtete er aus der Technischen Prüfstelle Süd e.V. von der Herbst-Überprüfung und den ID-Nummern, die vergeben werden. Die Technische Sammelmappe wurde aktualisiert und es kann nächstes Jahr mit einer Ergänzungslieferung gerechnet werden. Es wurden die Arbeitsblätter behandelt sowie die Arbeitshilfen, das Thema Statistik und die Erfassung der Feuerstätten bedurften ebenfalls einer umfassenden Bewertung. Zum Schluss wurden den Mitgliedern noch Produktneuheiten mitgeteilt. Kollege Thomas Sunderer steht als technischer Innungswart mit seinem Wissen jederzeit seinen Kollegen mit Rat und Tat zur Seite.
 
Geschäftsbericht des Lehrlings- und Berufsbildungswart
Wichtiges Thema ist nach wie vor, Auszubildende für unser Handwerk zu gewinnen. Von den ausgebildeten Schornsteinfegern absolvieren ca. 40 % im Anschluss die Meisterprüfung.
 
Den auszubildenden Betrieben legt er ans Herz, die Lehrlinge ausdrücklich nach der Ausbildungsordung auszubilden.
 
Derzeit haben wir 14 Auszubildende im ersten Lebensjahr. Der Trend ist wieder rückläufig, so dass wieder verstärkt um Auszubildende geworben werden muss.
 
Ab 2017 wird sich die Ausbildungsvergütung erhöhen.
 
Martin Kasper hat Termine beim LIV, bei der Kreishandwerkerschaft und bei innungseigenen Veranstaltungen wahrgenommen. Ebenfalls hat er viele öffentliche Veranstaltungen wie den Tag des Handwerks u.a. begleitet. An dieser Stelle bedankt er sich bei den Kollegen, die ihn bei diesen Aktionen unterstützten.
 
Die Gesellenprüfung haben erfolgreich bestanden Michael Baier (Betrieb Hubert Egle), Robin Disch (Betrieb Harald Becherer), Patrick Eicher (Betrieb Martin Kasper), Samuel El Agami (Betrieb Wolfgang Traub), Marco Fischer (Betrieb Bernd Eckerle), Daniel Kopp (Betrieb Johannes Dold), Jannik Lang (Betrieb Peter Gütle), Roman Marte (Betrieb Harald Reiser), Lukas Nadler (Betrieb Peter Runge), Dominik Ramdande (Betrieb Stefan Uftring), Angelo Roberto (Betrieb Hans-Joachim Lorenz), Thomas Schilli (Betrieb Christof Schwer), Max Schwarzkopf (Betrieb Christoph Seidel), Marco Späth (Betrieb Franz Madl), Rafael Sutterer (Betrieb Karl-Rainer Kopf).
 
Die Meisterprüfungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Meister- und Gesellenprüfungen wurden neu aufgelegt und der neuen Ausbildungsverordnung und dem neuen Berufsbild angepasst.
 
Kollege Kasper weist auf die dringende und zwingende Anmeldung bei der Ausbildungskasse hin. Das ist eine tragende Säule unserer Berufsausbildung im Schornsteinfegerhandwerk.
 
Zum Abschluss seines Berichtes bedankte er sich noch einmal bei seinen Helfern, die ihn tatkräftig bei den vielen Messen und Veranstaltungen unterstützt haben. Aber das braucht es auch, um weiterhin Nachwuchs für unser Handwerk zu bekommen.
 
Geschäftsbericht des QM/UM Beauftragten
QM/UM-Beauftragte Peter Schmidt begrüßte die anwesenden und begann mit seinen Ausführungen zu den durchgeführten Audits. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden 18 Gruppenaudits mit 61 Betrieben auditiert. Zu diesen Gruppenaudits werden auch immer die neubestellten Kollegen als Gastteilnehmer eingeladen. Die jungen Kollegen sind dankbar für die Hinweise und Hilfestellungen, die sie bei diesen Terminen erfahren.
 
Die Audits werden nach der vorgegebenen Ablaufbeschreibung durchgeführt, die im Managementhandbuch hinterlegt ist.
 
Peter Schmidt lobt die Mitgliedsbetriebe. Alle drei Auditoren bestätigen, dass die Audits in einem kollegialen und angenehmen Rahmen durchgeführt werden. Es ist für die Auditoren sehr wichtig, dass es ein gutes Miteinander auf der Basis eines Gruppengespräches ist.
 
Peter Schmidt bedankt sich bei seinen Mitauditoren, bei dem Vorstand und der größte Dank geht an die Mitgliedsbetriebe, deren Mitarbeit und Loyalität lobenswert ist.
 
Bericht des Kassiers
Kassierer Klaus Gerlach stellt den Haushaltsplan für das Jahr 2017 vor.
Nach Abfrage in die Gemeinschaft ohne Gegenstimme und Enthaltung wird der Haushaltsplan einstimmig angenommen.
 
Bericht zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Von vielfältigen Aktivitäten, die sie mit Hilfe der Mitgliedsbetriebe erfolgreich betreuen konnte, berichtete Frau Luzia Müller. Es waren die immer wichtiger werdenden Ausbildungsbörsen und Aktionen mit Handwerkskammern und Kreishandwerkerschaften. Es gab auch unterhaltsame Beiträge, die im Alltag nicht fehlen dürfen. Wirklich sehenswert war nochmals der Beitrag des SWR Landesschau, der von Bruno Winterhalter hervorragend umgesetzt wurde. Frau Müller bedankte sich zum Schluss ihrer Ausführungen sehr herzlich für die angenehme Zusammenarbeit mit den Innungsmitgliedern.
 
Aktuellreferat des Präsidenten Stefan Eisele
Präsident Stefan Eisele berichtete in seinem Aktuellreferat über viele Punkte, die das Schornsteinfegerhandwerk betreffen. Der Inhalt des Aktuellreferates wird nach Durchführung aller Innungsversammlungen in Baden-Württemberg in der Fachzeitung veröffentlicht werden.
 
Nicht unerwähnt sollte die Überraschung des Obermeisters um 11.11 Uhr bleiben. Mit einem Auftakt in die fünfte Jahreszeit überraschte er die Innungsversammlung mit einer Original Karnevalsmütze und einem Film- und Musikbeitrag unserer Kölner Kollegen „Schwazze Kääls“, für alle Anwesenden eine muntere und gesellige Auflockerung.
 
Am Ende der Innungsversammlung bedankte sich Obermeister Werner Rottler bei den anwesenden Kollegen und wünschte allen einen guten Nachhauseweg, eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und ein gesundes Wiedersehen im neuen Jahr.
 
Schornsteinfegerinnung Freiburg
 
 

 

Hauptamt beim Landesinnungsverband in Ulm verwirklicht

Stephan Perschke hat am 1. August 2016 seine Tätigkeit als ertser hauptamtlicher Geschäftsführer begonnen. Er wurde vom Vorstand des Landesinnungsverbandes als Geschäftsführer für die Geschäftsstelle auf dem Ulmer Kuhberg eingestellt.

Hiermit verwirklichte der Landesinnungsverband den lange gehegten Wunsch nach einem – das Ehrenamt entlastenden – Geschäftsführer.
 
Stephan Perschke ist Volljurist und hat über 15 Jahre Beratungserfahrung in den Bereichen Allgemeines Vertragsrecht, Vergabewesen, Bau- und Werkvertragsrecht, IT-Recht, Gewerblicher Rechtschutz, Arbeits- und Sozialrecht, Handels und Gewerberecht sowie Verwaltungsrecht. Seine berufliche Laufbahn hat er als niedergelassener Rechtsanwalt in einer Einzelanwaltskanzlei in Ulm begonnen. Später hat er als Fachbereichsleiter bei der Handwerkskammer Ulm die Mitgliedsbetriebe als Rechtsberater in allen betrieblichen Rechtsfragen beraten und für die Handwerkskammer über die Innungen und Kreishandwerkerschaften die Rechtsaufsicht geführt. Zuletzt hat er vorübergehend als Leiter des Haupt- und Personalamts der Stadt Erbach die Innenverwaltung organisiert.
 
Mit den vorgenannten Schwerpunkten seiner bisherigen Tätigkeit ist Herr Perschke ein idealer leitender Mitarbeiter beim Landesinnungsverband.
 
Die Aufgaben des Geschäftsführers werden sein:
 


Leitung der Geschäftsstelle, insbesondere der Organisation und des Betriebsablaufs,


Unterstützung des Vorstandes in allen juristischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten,


Unterstützung und Zusammenarbeit mit allen Abteilungen im Landesinnungsverband,


Unterstützung der Obermeister und der Vorstände der Mitgliedsinnungen,


Mitarbeit bei der Sicherung und Anpassung der betriebswirtschaftlichen Entwicklung der Mitgliedsbetriebe,


Wahrnehmung aller satzungsgemäßen Aufgaben, insbesondere Organisation von Verbandstagen,


Leitung für die Durchführung des QM/UM-Managements im Landesinnungsverband in Zusammenarbeit mit dem Präsidenten und dem Leiter der Qualitätssicherung.


 
Die Mitarbeit im Vorstand bei Sitzungen, Arbeitskreisen und Ausschüssen auf Landesebene ist ebenso ein Tätigkeitsfeld des Geschäftsführers. Ebenso erhoffen wir uns eine Erweiterung der Dienstleistungsangebote der Geschäftsstelle.
 
Die Vorstände der Innungen und des Landesinnungsverbandes sowie die hauptamtlichen Mitarbeiter freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Herrn Perschke und wünschen einen guten Start.
 

Die Hoffnung erhalten...

Außenminister Steinmeier beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammern in Singen

 „Wer in diesen Zeiten den Außenminister einlädt, muss die gute Laune selbst mitbringen“, hatte der prominente Redner sein Publikum gewarnt. Nicht umsonst hieß sein Vortrag „Die Welt aus den Fugen“. Frank Walter Steinmeier war Gast beim gemeinsamen Neujahrsempfang der Handwerkskammer Konstanz und der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee und gab den rund 1.200 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in der Singener Stadthalle einen Einblick in „deutsche Außenpolitik in stürmischen Zeiten“.

Warum es das Thema der Stunde ist, lag auf der Hand: Die weltweit angespannte Lage stelle nicht nur zahlreiche exportstarke Unternehmen in einer „dynamischen, weltoffenen Region“, so Steinmeier, vor große Herausforderungen. „Die Krisen des mittleren Ostens sind bei uns angekommen – in unseren Schulen, Turnhallen und Unternehmen“, sagte der Außenminister. Die Flüchtlingskrise habe eine Dimension erreicht, „die wir uns alle nicht vorstellen konnten.“
Keine einfachen Antworten
Steinmeier, der zuvor in Tengen mit Flüchtlingen und Helfern gesprochen hatte, lobte das große gesellschaftliche Engagement. Auch der Einsatz der Wirtschaftskammern, die mit „Kümmerern“ die Integration von Flüchtlingen in Arbeit unterstützen wollen, sei vorbildlich. Dennoch sei klar: „Die Zahlen müssen runter.“ Doch gerade hier warnte Deutschlands oberster Diplomat vor überzogenen Erwartungen und vermeintlich einfachen Lösungen: „Das eine Rezept gibt es nicht.“ Man müsse nicht nur die Symptome angehen und durch nationale Gesetzgebung wie durch verstärkte Zusammenarbeit auf europäischer Ebene den Zustrom eingrenzen, sondern auch näher an die Wurzeln, die Fluchtursachen, heran. „Wir müssen die Hoffnung bei den Menschen erhalten und ihnen Gründe geben, in der Region zu bleiben“, so Steinmeier.
Massive humanitäre Hilfe in Syrien und seinen Nachbarländern sei dabei genauso unabdingbar wie der Versuch, durch schulische Angebote der „verlorenen Generation“, die während des nun bereits fünfjährigen Bürgerkriegs heranwachse, durch Bildung Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Auch auf Verhandlungsebene hofft Steinmeier im neuen Jahr auf Annäherungen. „Konzentration und Beharrlichkeit“ seien dazu erforderlich, ähnlich wie bei den zehnjährigen Atomverhandlungen mit dem Iran, die jetzt zum Erfolg geführt hatten. Im letzten Jahr sei man da für Syrien weiter gekommen, als gedacht. Nun allerdings drohten die neuerlichen Eskalationen im Nachbarschaftsverhältnis zwischen Saudi-Arabien und Iran diese Erfolge zu gefährden.
Regionale Wirtschaft zuversichtlich
Dass ein langer Atem nicht nur in der großen Politik, sondern auch bei den vielen kleinen Schritten vor Ort gefragt ist, machten auch die beiden Kammerpräsidenten klar: „Die Flüchtlinge werden unser Facharbeiterproblem kurzfristig nicht lösen“, sagte Gotthard Reiner, Präsident der Handwerkskammer Konstanz im Podiumsgespräch mit IHK-Präsident Thomas Conrady und Moderatorin Martina Meisenberg. Im Handwerk gehe man davon aus, dass Ausbildungserfolge erst in vier bis sechs Jahren erreicht werden könnten. Dennoch sei man bereit, „pragmatisch zu helfen, wo es möglich ist“, so Reiner. Auch Conrady betonte die Bereitschaft der Unternehmen, gesellschaftliche Verantwortung mitzutragen.
Einig waren sich die Repräsentanten der regionalen Wirtschaft auch in ihrer Einschätzung der konjunkturellen Lage: Sowohl das Handwerk als auch Industrie und Handel erwarten demnach ein gutes Jahr 2016. „Wir sind Handwerker, wir können das einfach“, so Reiners Antwort auf die Frage nach dem Geheimnis des anhaltenden Erfolgs. Sorge bereite allein der in vielen Branchen fehlende Nachwuchs: „Das Handwerk bietet Zukunft!“, diese Botschaft rief Reiner deshalb vor allem den jüngeren Gästen des Empfangs zu. In Sachen Nachwuchswerbung wollte dann auch Conrady nicht nachstehen und selbst der Außenminister warb für die Chancen im diplomatischen Dienst. Und bei all dem, was beim diesjährigen Neujahrsempfang zur Sprache kam, wird es in allen drei Bereichen auch 2016 genug zu tun geben.
 
Text und Bilder: Handwerkskammer Konstanz, Oliver Hanser
 

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